INQA-Check „Vielfaltsbewusster Betrieb“

 

INQA-Check „Vielfaltsbewusster Betrieb“

Im Verbundprojekt INQA-Diversity wird der INQA-Check „Vielfaltsbewusster Betrieb“ gemeinsam mit der „Offensive Mittelstand – Gut für Deutschland“, entwickelt und nachhaltige Transferstrukturen zur Umsetzung des Checks aufgebaut. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) im Rahmen der nationalen Initiative Neue Qualität der Arbeit gefördert. Partner des Verbundprojektes sind die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) als Koordinator, die BC GmbH Forschung, das Bundesnetzwerk bürgerschaftliches Engagement (bbe), das ifaa - Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V., das itb – Institut für Technik der Betriebsführung im DHI e. V., das RKW Kompetenzzentrum e. V. sowie das ver.di Bildungswerk Hessen e. V. Fachlich beraten wurde das Team durch, Prof. Dr. Oliver Kruse (Hochschule der deutschen Bundesbank) Dr. Edelgard Kutzner (Technische Universität Dortmund, Sozialforschungsstelle) und Andreas Merx (idm – Internationale Gesellschaft für Diversity Management e.V.).

In dem Projekt wurde ein integrativer und neuer Ansatz zum Thema Diversity entwickelt, erprobt und im Check umgesetzt, der im Vielfaltsquadrat zusammengefasst wurde. Das Vielfaltsquadrat1 kann dabei eine Orientierung und eine Hilfe auf dem Weg zu einem vielfaltsbewussten Betrieb sein:


© BC GmbH Forschung, Wiesbaden

Wie ist das Vielfaltsquadrat zu verstehen?

  1. Die Vielfalts-Dimensionen werden Bestandteil des normativen Handelns des Betriebes. Das normative Handeln befasst sich mit den grundlegenden Zielen und Spielregeln, die die Lebens- und Entwicklungen des Betriebes ermöglichen (Unternehmenspolitik, Unternehmenskultur, Legitimität des Handelns)
  2. Die Vielfalts -Dimensionen werden Bestandteil des strategischen Handelns des Betriebes. Das strategische Handeln baut die Erfolgspotenziale des Betriebes auf und beschreibt, mit welchen konkreten Produkten und Dienstleistungen wie der Erfolg des Betriebes gesichert werden kann (Strategie, Führung, Organisationsstruktur, Human Resspource, Problemverhalten).
  3. Die Vielfalts -Dimensionen werden Bestandteil des operativen Handelns des Betriebes. Das operative Handeln führt das normative und strategische Handeln in konkrete Prozesse der Wertschöpfung zusammen (Aufträge, Arbeitsvorbereitung, Arbeitsplatzgestaltung, Arbeitsanweisungen, Prozesse, Leistungsverhalten).

Umgesetzt wird die Integration von Vielfalt in den normativen, strategischen und operativen Gestaltungsbereichen des Betriebes durch konkretes Handeln. Dieses Handeln von Führungskräöfrtzen und Beschäftgten im Netrieb liegen im wesentlichen drei Dimensionen zugrunde:

Um die Vielfaltsdimensionen nachhaltig in diesen Prozess integrieren und berücksichtigen zu können sind

1 In Anlehnung an das Konzept des Betriebs als soziales System und des integrierten Managements von Bleicher (St.- Gallener Management-Konzept) und den Handlungsdimensionen sozialer Systeme (Sinndimensionen) von Luhmann; vgl. Bleicher, K, (1996): Das Konzept integriertes Management, Frankfurt/ New York: Campus Verlag; Luhmann, N. Lumann, (1995): Soziale Systeme, Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag, S. 111ff